Umstellung von Schafalp auf Mutterkuhalp

10 Jahre lang hueteten wir auf der Alpe Sponda bis zu 700 Schafe .

Waehrend die Schafe frueher frei laufen gelassen werden konnten ist das Risiko heute wegen moeglichen Wolfsangriffen zu gross und verlangt Herdenschutzhunde zur Praevention.

Da die vielen alten Alphuetten vernachlaessigt wurden und groesstenteils zerfallen und nicht mehr bewohnbar sind fehlt die noetige Infrastruktur und Hirtenunterkuenfte um professionell Schafe hueten zu koennen .

Deshalb haben wir uns gezwungen gesehen die Schafalpung aufzugeben , da wir  die grosse Verantwortung nicht mehr tragen  koennen unter diesen Bedingungen.

Seit vielen Jahren bemuehen wir uns um ein Wiederaufbauprojekt der noch vorhandenen Alphuetten um die Alp auch in Zukunft noch bewirtschaften zu koennen.

Es bestehen Plaene der Buergergemeinde die Alphuette Sponda und Gardisc im Sommer 2021 neu zu renovieren und  die Alphuetten Vedle und Toira vor dem Zerfall zu retten.

Die Umstellung auf Mutterkuehe und Rinder vereinfacht die Kontrolle der Tiere und die Arbeit der Hirten wesentlich und minimiert das Risiko moeglicher Wolfsattacken .

Zudem ermoeglichen die Rindviecher viele tiefergelegenen Weiden zu bewirtschaften die mit den Schafen ungenutzt blieben und vergandeten.

So haben wir u.a. die alte Alp Ragada auf 1500 m wieder erschlossen und als wertvolle Schneeflucht gewonnen die uns eine fruehere Alpbestossung und eine Alpverlaengerung bis ca Mitte Oktober erlaubt.

Die Konzentration auf Kuehe und Rinder vereinfacht die gesammte Alpsoemmerung wesentlich und bietet interessierten Kuhbauern eine grosse Alp mit vielen Vorteilen an .

Im Sommer 21 haben wir doch wieder eine 151 köpfige kompakte Schafherde gehütet und glücklicherweise sind alle 151 Schafe heil und feiss von der Alp wieder runtergekommen.

Veröffentlicht von Alp-Hirt

Professioneller Alp-Hirt und Hirtenhundezuechter seit 1995 in der Schweiz Pastorizia Alpe Sponda Chironico TI Schweiz Alpweidewirtschaft